Nokia N97 - Es geht noch mehr!
Multimediales Feuerwerk
Angelegt ist das Nokia N97 als Multimediamaschine, de facto kommt es der der multimedialen „eierlegenden Wollmilchsau“ schon ziemlich nahe. Egal ob Fotografie, Musik oder Surf-Maschine, ausstattungsmäßig ist alles allererste Sahne. Uns stellte sich daher zuallererst die Frage:
Gibt es überhaupt etwas, was das N97 nicht kann oder hat?
Punkto Konnektivität gibt es nur weniges, auf das verzichtet werden muss. HSCSD zur schnelleren Datenübertragung und HSUPA als Uplink-Turbo sind nicht vorhanden, um mal das zu nennen, was vermutlich am meisten weh tut. Auch eine Infrarotschnittstelle sowie NFC zum drahtlosen Datenaustausch sowie eine serielle Schnittstelle als Verbindungsmöglichkeit zum PC fehlen. Doch wer braucht das noch in Zeiten von Bluetooth und USB-Anschluss. Auch das Fehlen eines Fax-Modems wird in den seltensten Fällen überhaupt erst auffallen. Und damit ist auch schon das Ende der Abwesenheitsliste erreicht.
Erstaunlicherweise kein nennenswerter Unterschied zum Vorgänger in Hochglanzoptik. Auch für diesen waren UMTS, Bluetooth, WLAN, HSDPA (3,6 Mbit), EDGE und GPS (inkl. A-GPS) schon selbstverständlich und daran hat sich auch nichts geändert.
Was hat das N97, was das N96 nicht hat?
Spannend ist selbstverständlich auch die Frage, ob es sich für Besitzer des N96 lohnt, auf das neuere N97 umzusteigen. Was sind nun wirklich die großen Unterschiede zwischen den beiden Top-Geräten?
Erstaunlicherweise hat sich bei den technischen Features kaum etwas getan. Schon das N96 war top ausgestattet. Bei dem neuen Wurf hat sich Nokia aber für ein zeitgemäßes Bedienkonzept entschieden. Der zwar von der Idee her pfiffige, aber in der Realität etwas mühsam zu bedienende Doppelslider mit seinen elf Funktionstasten ist einem Slider mit resistivem Touchscreen auf einem Kipp-Display und einer vollständigen QWERTZ gewichen.
Damit einhergegangen ist konsequenterweise auch die Vergrößerung des Displays, sowie insgesamt eine Zunahme an Größe und Gewicht. Ebenfalls neu beim N97 ist die Möglichkeit, die Startseite dank Widgets, die auch erweiterbar sind, an persönliche Anforderungen anzupassen.
Ein Schwachpunkt des N96 war der Akku, der mit dem hohen Stromverbrauch des Gerätes kaum Schritt halten konnte. So wurde die Sprechzeit und auch Standby-Zeit des Akkus kurzerhand verdoppelt, obwohl gleichzeitig die Anforderungen an den Akku durch den Touchscreen höher geworden sind. Laut Herstellerangabe beläuft sich die Sprechzeit im UMTS-Netz auf bis zu 320 Minuten bzw. bis zu 400 Minuten im GSM-Netz und die Standby-Zeit auf bis zu 400 Stunden (UMTS) bzw. 430 (GSM).
Verdoppelt hat sich nicht nur die Akkuleistung, sondern auch die Speicherkapazität. Mit sagenhaften 32 GB internem Speicher kann das N97 aufwarten. Sollte selbst das zu wenig sein, so kann das Phone mit microSD-Karte noch einmal um bis zu 16 GB aufgerüstet werden.
Doch manches ist auch wieder verschwunden. So konnte sich beispielsweise Handy-TV mittels DVB-H, am N96 noch als bedeutende Innovation groß angepriesen, anscheinend am Markt nicht durchsetzen.
Kamera & Music-Player: Never change a winning Team
Wie schon in der Vergangenheit, so vertrauen die Finnen auch beim N97 auf die bewährte Optik aus dem Hause Carl Zeiss, welche hinter einem kleinen Schieber auf der Rückseite des Gerätes verborgen ist. Insgesamt scheint sich beim Kamera-Modul im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert zu haben.
Auch das N97 ist mit einer 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, zwei LED-Blitzlichtern und 14-fach Digitalzoom ausgestattet und braucht den Vergleich mit einer Digitalkamera der unteren Preisklasse nicht zu scheuen. Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten lassen sogar dem ambitionierten Hobby-Fotografen Raum für das Experimentieren mit Belichtung, ISO-Einstellungen, Weißabgleich, Kontrast oder Schärfe. Auch diverse Modi helfen dabei, das Objekt der Begierde entsprechend in Szene zu setzen. Sogar Makroaufnahmen gelingen in – wohlgemerkt für eine Handy-Cam - durchaus zufriedenstellender Qualität, da das Objektiv bereits ab einem Abstand von 10 cm scharf stellt. Nur das Fehlen von Panorama- und auch Textaufnahmen könnte bei dem einen oder anderen User Bedauern auslösen. Die Aufnahmen bestechen durch leuchtende, naturnahe Farben und klare Kontraste. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm lassen sich im Nachhinein noch Verbesserungen erzielen oder Effekte hinzufügen.
Selbstverständlich ist die Kamera auch für Videoaufnahmen geeignet. Mit einer maximalen Video-Clip-Länge von 90 Minuten und bis zu 30 Frames/Sekunde lassen sich schon ganz brauchbare Ergebnisse erzielen. Auch hier darf natürlich nicht vergessen, dass von einem Mobiltelefon, und nicht von einer Videokamera die Rede ist. Links über dem Display befindet sich noch eine Zweitkamera für Videotelefonie mit einer Auflösung von 640 x 480.
Auch der Music-Player dürfte im Großen und Ganzen vom N96 übernommen worden zu sein. Der umfangreiche Musikmacher spielt alle gängigen Audio- und auch Video-Formate und auch als UKW-Radio mit RDS taugt er. Dafür ist allerdings der Anschluss des Original-Headsets erforderlich, welches die Antenne in sich birgt. Nichts desto Trotz kann die Wiedergabe auch über den integrierten Lautsprecher erfolgen, bei einer Soundqualität, mit der man leben kann, auch wenn die Bässe etwas sehr mager sind. Der Klangregler ermöglicht neben der Standard-Voreinstellung fünf weitere Presets, manuelle Einstellungen sind nicht möglich. Dank der Klinkenbuchse können auch x-beliebige Kopfhörer verwendet werden.
Abgespeckte Businessfunktionalitäten
Das N97 hat alle Tools für den Arbeitseinsatz im Sub-Menü „Office“ gesammelt und bringt insbesondere einen Office-Document-Viewer (Quickoffice) sowie den Adobe-PDF-Viewer mit. Da es sich bei ersterem lediglich um eine abgespeckte Version handelt, ist damit wirklich nur das Betrachten bestehender Word-, Excel- und PowerPoint-Files möglich, nicht aber auch das Erstellen von neuen. Eine Volllizenz müsste, falls notwendig, nachträglich erworben werden.
An Utilities bringt der Finne zudem noch Dateimanager, Zip-Manager, Umrechner und Rechner, Wecker und Weltzeituhr (im Icon „Uhr“) und Notizen mit sowie einen ausführlichen Kalender. Schmerzlich vermissen hingegen wird manch einer einen Visitenkartenscanner.
Die Synchronisation von Daten mit dem PC oder Laptop über USB-Kabel oder Bluetooth geht mit der Nokia Ovi Suite Software ganz easy. Auch die Übertragung von Bildern etc. funktioniert dank Bluetooth 2.0 schnell und unkompliziert.
Kunterbuntes Anwendungs-Potpourri
Das multimediale Feuerwerk wird noch durch jede Menge mehr oder weniger nützliche Tools abgerundet. Vorinstallierte Links zu Youtube, JoikuSpot, Amazon, AP News, Bloomberg, Facebook, Hi5, Boingo und Quik sorgen für einen komfortablen Zugang zum Netz. Nokia Maps 2.0 und GPS sorgen dafür, dass auch im realen Leben die Orientierung nicht verloren geht. Und im Spieleordner fristet einsam der Klassiker „Guitar Rock“ sein Dasein und harrt der Dinge, die da kommen mögen.
So praktisch all die kleinen Hilfsprogramme auch sein mögen, so beinahe unmöglich finden wir die Art und Weise, wie sie dargeboten werden. Aber das ist eine andere Geschichte und wird im nächsten Abschnitt besprochen.
2009-12-16 16:37:00
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danke...
für dieses ECHT UMFANGREICHES Test-Profil! :)Gast
geiles Gerät
Ich bin seit dem Software Update mit dem Nokia N97 sehr zufrieden. Davor muss ich gestehen dass ich ziemlich enttäuscht war! Also, ich kann es weiter empfehlen!