
Der Marktführer A1 hat mehrere Musikangebote geschnürt. Der Kunde kann sich entweder für ein Paket entscheiden, bei dem pro Monat 10 MP3s ohne Kopierschutz heruntergeladen werden können. Oder er wählt die unlimitierte Download-Variante (dann allerdings DRM-geschützt), um so viele Songs und Alben auf sein Gerät zu packen, wie er möchte. Aber auch ohne Paket und Mindestvertragsdauer kann Musik gekauft werden: „Pay per Track“ bietet A1 denjenigen, die sich nicht so gerne binden.
Kein Tageslimit
Beim A1 Music Unlimited Paket gibt es weder Downloadlimitierung noch Tagesbegrenzung. Wer sich dafür entscheidet, kann nach Lust und Laune Musik konsumieren.
Kompatibilität mit Endgeräten
Im Gegensatz zu PlayNow plus von Orange kann das A1-Musikangebot auf so ziemlich jedem Handset genutzt werden. Eine Bindung an bestimmte Hersteller ist hier nicht gegeben. Es gilt lediglich darauf zu achten, dass das Gerät zum einen über einen Music-Player verfügt, welcher die herkömmlichen Formate erkennt. Zum anderen muss es in der Lage sein, eine Internetverbindung herzustellen.
Um die Downloadzeiten kurz zu halten, wäre ein UMTS-fähiges Mobiltelefon ratsam. Sonst kann es ganz schön zeitaufwändig werden, wenn sich mehrere Songs in der Warteschleife für den Download befinden. Wer sich für A1 Music entschieden hat, sollte besser vorab noch beim Betreiber nachfragen, ob das Handy diesen Service auch tatsächlich unterstützen wird.
Goodie
Ein Goodie in Form von vorinstallierten Tracks bietet A1 nicht. Dies ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn die Wahl auf das Paket A1 Music Unlimited fällt. Man kann ja sowieso unbegrenzt Musik herunterladen, Grenzen setzt lediglich der Speicherplatz des Handys. Wer sich für das günstigere A1 Music Paket entscheidet, darf sich monatlich 10 MP3-Files DRM-frei auf das Handy laden.
Handhabung
A1 bietet unter
A1music.at ein eigenes Musikportal an. Hat sich der Kunde für eines der Pakete entschieden, kann er dieses auch gleich über das Handy anmelden. Die Vertragsbestimmungen inkl. Kündigungsfristen und Verbindungsentgeltübersicht werden vor der tatsächlichen Order noch einmal angeführt. Mit einem Klick auf das entsprechende Paket (bzw. dessen Preis) ist es abonniert. Die Abrechnung für A1 Music erfolgt fortan mit der monatlichen Handy-Rechnung.
Music Client zum Downloaden
Was nun noch fehlt, ist der Music Client. Eine SMS an den Betreiber senden, die postwendende Bestätigungs-SMS enthält die URL, von welcher der Client heruntergeladen werden kann. Die Verbindung hierfür ist kostenpflichtig und wird gemäß dem gewählten Tarif verrechnet. Der gesamte Vorgang inklusive Anmeldung und Installation kann in Summe bis zu 15 Minuten dauern, dann geht’s los.
Das Gerät wechselt automatisch in den A1 Musicstore: Auf der Home-Seite kann der User seine Musikbibliothek und den Musikshop durchforsten. Eine Suchmaske, die im Übrigen tadellos funktioniert, steht zur Verfügung, um nach Interpreten, Alben und einzelne Tracks zu suchen. Nur bei den Ergebnissen sollte man besser zweimal hinschauen, um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um den gesuchten Interpreten handelt.
Wie schon bei PlayNow plus ließen wir nach Duran Duran suchen, und siehe da: Der Musicstore fand neben der bekannten Band aus Birmingham auch noch zehn weitere Künstler wie Dani Duran oder Mad Duran. Eine haargenaue Eingabe des Suchbegriffs ist somit nicht notwendig. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man nicht mehr ganz genau weiß, wie der Song oder die Band geheißen hat…
Bandbiografien und sonstiges Wissenswertes
Der A1 Musicstore lieferte uns auch gleich eine kurze Band-Biographie von Duran Duran. So wissen wir nun, dass sich die Band aus Schulfreunden zusammensetzte, wann genau die erste Single erschienen ist und wie lange sich das Debüt-Album in den Charts hielt. In der Ansicht Interpreten sind auch alle Songs der Band angeführt sowie die zur Verfügung stehende Diskografie.
Wir kennen das Dilemma bereits von PlayNow plus: nicht alle Alben stehen zum Download bereit und manche Remixes und EPs tarnen sich als Alben, obwohl sich darauf nur ein oder zwei Tracks befinden. Aber: Von den 15 Alben, die von Duran Duran released wurden, fanden wir im A1 Musicstore 11. Und wie sieht es bei Lili Allen aus? 16 Alben werden angegeben, während tatsächlich erst zwei Longplayer herausgekommen sind. Fairerweise ist aber zu sagen, dass sogenannte EPs als solche gekennzeichnet werden. Bei der Durchsicht der einzelnen Tracks oder eines Album können übrigens mit einem Mausklick auf das entsprechende Cover Bewertungen abgegeben werden.
Longplayer: Nomen est omen
Der Download ganzer Alben nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Im Durchschnitt mussten wir etwa 20 bis 25 Minuten warten („It’s not me, it’s you“ – Lily Allen) und das, obwohl wir uns in UMTS-versorgtem Gebiet aufhielten und mit einem HSDPA-fähigen Gerät testeten. Wenigstens kann man sich bereits während des Downloads die einzelnen Tracks zu Gemüte führen und auch weitere Download-Befehle geben. Diese werden einfach in die Warteschlange gestellt. Dabei ist es auch möglich, eine Reihung vorzunehmen, um manche Titel vorzuziehen oder andere nach hinten zu verschieben.
In der Musikbibliotheksansicht kann nach Interpreten, Alben, Songs und Kategorien ausgewählt oder die gesamte Musikbibliothek aktualisiert werden, um die neuen Songs anzeigen zu lassen. Songs können auch zufällig abgespielt werden.
Music Unlimited: Music-Player aus dem Netz
Apropos Abspielen: Die Musik wird bei a1 Music Unlimited nicht über den Player des Handys, sondern über den A1 Musicstore abgespielt. Nachteilig wirkt sich dies insofern aus, als dass nicht auf den Equalizer des Music-Players zugegriffen werden kann. Ein noch so tolles Handy kann folglich seine Trümpfe nicht ausspielen.
Anders verhält es sich natürlich, wenn einzelne Songs gekauft werden. Diese können selbstverständlich über den Music-Player abgespielt werden.
Getestet hatten wir das A1 Music Angebot mit dem Samsung BeatDJ. Wir stellten fest, dass, wenn wir die Anwendung auch nur minimierten, der soeben abgespielte Track beendet wurde. Nicht besonders praktisch. Im A1 Musikportal kann zwar weiter gesurft werden, aber für alles andere heißt es: Entweder - Oder.
Weitere Services
Bei allen Angeboten von A1 können die Tracks auch auf den PC heruntergeladen werden bzw. mit diesem synchronisiert werden. Besonders praktisch ist der Speicher-Manager. Ist dieser aktiviert, löscht er, sobald der Speicherplatz für neue Downloads knapp wird, automatisch die am seltensten angehörten Abo- Songs. Im A1 Music Portal wird darüber hinaus noch umfangreicher Content mit Infos zu Künstlern etc. geboten. Beim A1 Music Paket und beim A1 Music Unlimited Paket surft man auch gratis auf dem Vodafone live! Portal.
Bindungsdauer
Bei den Paketen geht der Kunde eine Bindungsfrist über 24 Monate ein. Bei „Pay per Track“ ist keine Bindungsdauer vorgesehen.
Preis
Das A1 Music Paket wird um 6 EUR, das A1 Music Unlimited Paket um 12 EUR pro Monat angeboten.
Fazit
Das Musikangebot von A1 ist riesig und bietet ein Mietangebot und zwei Kaufoptionen. Vielfalt an verschiedensten Musikrichtungen ist jedenfalls gegeben und der Service läuft stabil über das Handset. Die Ladezeiten auf das Handy dauern etwas länger, da sie in hohen Formaten ausgeliefert werden. Qualitätsmängel konnten wir keine feststellen.