Lupe

Musikangebote der österreichischen Mobilfunkbetreiber


A1, Drei, Orange und T-Mobile verwöhnen ihre Kunden mit eigenen Musikangeboten. TarifAgent hat sie genau unter die Lupe genommen und einem Praxistest unterzogen.

Die Angebote der einzelnen Betreiber: Was sie können und was sie bieten!


04.11.2009, 12:47

A1: A1 Music


Der Marktführer A1 hat mehrere Musikangebote geschnürt. Der Kunde kann sich entweder für ein Paket entscheiden, bei dem pro Monat 10 MP3s ohne Kopierschutz heruntergeladen werden können. Oder er wählt die unlimitierte Download-Variante (dann allerdings DRM-geschützt), um so viele Songs und Alben auf sein Gerät zu packen, wie er möchte. Aber auch ohne Paket und Mindestvertragsdauer kann Musik gekauft werden: „Pay per Track“ bietet A1 denjenigen, die sich nicht so gerne binden.

Kein Tageslimit

Beim A1 Music Unlimited Paket gibt es weder Downloadlimitierung noch Tagesbegrenzung. Wer sich dafür entscheidet, kann nach Lust und Laune Musik konsumieren.

Kompatibilität mit Endgeräten

Im Gegensatz zu PlayNow plus von Orange kann das A1-Musikangebot auf so ziemlich jedem Handset genutzt werden. Eine Bindung an bestimmte Hersteller ist hier nicht gegeben. Es gilt lediglich darauf zu achten, dass das Gerät zum einen über einen Music-Player verfügt, welcher die herkömmlichen Formate erkennt. Zum anderen muss es in der Lage sein, eine Internetverbindung herzustellen.
Um die Downloadzeiten kurz zu halten, wäre ein UMTS-fähiges Mobiltelefon ratsam. Sonst kann es ganz schön zeitaufwändig werden, wenn sich mehrere Songs in der Warteschleife für den Download befinden. Wer sich für A1 Music entschieden hat, sollte besser vorab noch beim Betreiber nachfragen, ob das Handy diesen Service auch tatsächlich unterstützen wird.

Goodie

Ein Goodie in Form von vorinstallierten Tracks bietet A1 nicht. Dies ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn die Wahl auf das Paket A1 Music Unlimited fällt. Man kann ja sowieso unbegrenzt Musik herunterladen, Grenzen setzt lediglich der Speicherplatz des Handys. Wer sich für das günstigere A1 Music Paket entscheidet, darf sich monatlich 10 MP3-Files DRM-frei auf das Handy laden.

Handhabung

A1 bietet unter A1music.at ein eigenes Musikportal an. Hat sich der Kunde für eines der Pakete entschieden, kann er dieses auch gleich über das Handy anmelden. Die Vertragsbestimmungen inkl. Kündigungsfristen und Verbindungsentgeltübersicht werden vor der tatsächlichen Order noch einmal angeführt. Mit einem Klick auf das entsprechende Paket (bzw. dessen Preis) ist es abonniert. Die Abrechnung für A1 Music erfolgt fortan mit der monatlichen Handy-Rechnung.

Music Client zum Downloaden

Was nun noch fehlt, ist der Music Client. Eine SMS an den Betreiber senden, die postwendende Bestätigungs-SMS enthält die URL, von welcher der Client heruntergeladen werden kann. Die Verbindung hierfür ist kostenpflichtig und wird gemäß dem gewählten Tarif verrechnet. Der gesamte Vorgang inklusive Anmeldung und Installation kann in Summe bis zu 15 Minuten dauern, dann geht’s los.

Das Gerät wechselt automatisch in den A1 Musicstore: Auf der Home-Seite kann der User seine Musikbibliothek und den Musikshop durchforsten. Eine Suchmaske, die im Übrigen tadellos funktioniert, steht zur Verfügung, um nach Interpreten, Alben und einzelne Tracks zu suchen. Nur bei den Ergebnissen sollte man besser zweimal hinschauen, um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um den gesuchten Interpreten handelt.

Wie schon bei PlayNow plus ließen wir nach Duran Duran suchen, und siehe da: Der Musicstore fand neben der bekannten Band aus Birmingham auch noch zehn weitere Künstler wie Dani Duran oder Mad Duran. Eine haargenaue Eingabe des Suchbegriffs ist somit nicht notwendig. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man nicht mehr ganz genau weiß, wie der Song oder die Band geheißen hat…

Bandbiografien und sonstiges Wissenswertes

Der A1 Musicstore lieferte uns auch gleich eine kurze Band-Biographie von Duran Duran. So wissen wir nun, dass sich die Band aus Schulfreunden zusammensetzte, wann genau die erste Single erschienen ist und wie lange sich das Debüt-Album in den Charts hielt. In der Ansicht Interpreten sind auch alle Songs der Band angeführt sowie die zur Verfügung stehende Diskografie.

Wir kennen das Dilemma bereits von PlayNow plus: nicht alle Alben stehen zum Download bereit und manche Remixes und EPs tarnen sich als Alben, obwohl sich darauf nur ein oder zwei Tracks befinden. Aber: Von den 15 Alben, die von Duran Duran released wurden, fanden wir im A1 Musicstore 11. Und wie sieht es bei Lili Allen aus? 16 Alben werden angegeben, während tatsächlich erst zwei Longplayer herausgekommen sind. Fairerweise ist aber zu sagen, dass sogenannte EPs als solche gekennzeichnet werden. Bei der Durchsicht der einzelnen Tracks oder eines Album können übrigens mit einem Mausklick auf das entsprechende Cover Bewertungen abgegeben werden.

Longplayer: Nomen est omen

Der Download ganzer Alben nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Im Durchschnitt mussten wir etwa 20 bis 25 Minuten warten („It’s not me, it’s you“ – Lily Allen) und das, obwohl wir uns in UMTS-versorgtem Gebiet aufhielten und mit einem HSDPA-fähigen Gerät testeten. Wenigstens kann man sich bereits während des Downloads die einzelnen Tracks zu Gemüte führen und auch weitere Download-Befehle geben. Diese werden einfach in die Warteschlange gestellt. Dabei ist es auch möglich, eine Reihung vorzunehmen, um manche Titel vorzuziehen oder andere nach hinten zu verschieben.

In der Musikbibliotheksansicht kann nach Interpreten, Alben, Songs und Kategorien ausgewählt oder die gesamte Musikbibliothek aktualisiert werden, um die neuen Songs anzeigen zu lassen. Songs können auch zufällig abgespielt werden.

Music Unlimited: Music-Player aus dem Netz

Apropos Abspielen: Die Musik wird bei a1 Music Unlimited nicht über den Player des Handys, sondern über den A1 Musicstore abgespielt. Nachteilig wirkt sich dies insofern aus, als dass nicht auf den Equalizer des Music-Players zugegriffen werden kann. Ein noch so tolles Handy kann folglich seine Trümpfe nicht ausspielen.

Anders verhält es sich natürlich, wenn einzelne Songs gekauft werden. Diese können selbstverständlich über den Music-Player abgespielt werden.
Getestet hatten wir das A1 Music Angebot mit dem Samsung BeatDJ. Wir stellten fest, dass, wenn wir die Anwendung auch nur minimierten, der soeben abgespielte Track beendet wurde. Nicht besonders praktisch. Im A1 Musikportal kann zwar weiter gesurft werden, aber für alles andere heißt es: Entweder - Oder.

Weitere Services

Bei allen Angeboten von A1 können die Tracks auch auf den PC heruntergeladen werden bzw. mit diesem synchronisiert werden. Besonders praktisch ist der Speicher-Manager. Ist dieser aktiviert, löscht er, sobald der Speicherplatz für neue Downloads knapp wird, automatisch die am seltensten angehörten Abo- Songs. Im A1 Music Portal wird darüber hinaus noch umfangreicher Content mit Infos zu Künstlern etc. geboten. Beim A1 Music Paket und beim A1 Music Unlimited Paket surft man auch gratis auf dem Vodafone live! Portal.

Bindungsdauer

Bei den Paketen geht der Kunde eine Bindungsfrist über 24 Monate ein. Bei „Pay per Track“ ist keine Bindungsdauer vorgesehen.

Preis

Das A1 Music Paket wird um 6 EUR, das A1 Music Unlimited Paket um 12 EUR pro Monat angeboten.

Fazit

Das Musikangebot von A1 ist riesig und bietet ein Mietangebot und zwei Kaufoptionen. Vielfalt an verschiedensten Musikrichtungen ist jedenfalls gegeben und der Service läuft stabil über das Handset. Die Ladezeiten auf das Handy dauern etwas länger, da sie in hohen Formaten ausgeliefert werden. Qualitätsmängel konnten wir keine feststellen.

04.11.2009, 12:47

Drei: 3MoreMusic

Kein Tageslimit

Bei der unlimitierten Variante von 3MoreMusic ist kein Tageslimit vorgesehen. Nach Herzenslust können Musikstücke heruntergeladen werden.

Kompatibilität mit Endgeräten

Anders als bei PlayNow plus von Orange können bei MoreMusic verschiedenste Endgeräte eingesetzt werden. Ob nun jemand sein „coup de coeur“, sein Gerät der Begierde bei Nokia, Sony Ericsson, Samsung oder HTC entdeckt hat, spielt keine Rolle. Im Regelfall kann es auch für diesen Dienst verwendet werden. Bekanntlich gibt es aber immer auch Ausnahmen. Eine genaue Auflistung, welche Endgeräte das Musik-Abo nicht unterstützen, finden Sie hier.

Goodie

Vorinstallierte Tracks wie bei Orange gibt es bei Drei ebenso wenig wie bei A1. Das muss aber nicht unbedingt von Nachteil sein, insbesondere wenn sich der persönliche Musikgeschmack auch abseits des Mainstreams bewegt!

Handhabung

Der Einstieg erfolgt über das Portal von 3Entertainment. Unter „3Musicstore“ gelangt man recht zügig zur Auswahlmaske. Nichtsdestotrotz stellte uns dieses Unterfangen im Testlauf gelegentlich auf eine Geduldsprobe, denn einige Male war der Dienst nicht erreichbar. TarifAgent hat Rücksprache mit dem Verantwortlichen von Drei gehalten und herausgefunden, dass es sich hierbei um einen Fehler eines Partnerunternehmens handelte; der Regelfall sei dies jedoch nicht.

3Musicstore mit 4,5 Millionen Tracks

Auf der Startseite des 3Musicstores erscheint sogleich die Suchmaske. Die Suche kann dahingehend verfeinert werden, ob es sich beim Suchbegriff um Titel, Interpret oder Album handelt. Allerdings ist nicht jeder Titel im Rahmen des unlimitierten Downloadvergnügens zu haben.

Nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Produktmanager von Drei wissen wir nun, dass dies damit zusammenhängt, ob ein Künstler ein bestimmtes Album für ein Musik-Abo freigegeben hat oder nicht. Interessant zu sehen, dass ein und dasselbe Album bei manchen Netzbetreibern freigestellt ist und bei anderen wieder nicht. Das sollte aber kein Hindernis darstellen, da bei MoreMusic derzeit in Summe 4,5 Millionen Tracks zur Verfügung stehen. Damit sollte wohl jeder sein Auslangen finden!

Definition von Album: viele Einzeltitel!

Leider ist der Download eines gesamten Albums auf Knopfdruck nicht möglich. Man muss das gewünschte Album aufrufen und die Titel separat auswählen, was mitunter zu der einen oder anderen Doppelgleisigkeit führen kann. Dann wird der Track erneut auf das Handset geladen, ziemlich unpraktisch!

Noch unpraktischer wird es für diejenigen, die im Besitz eines Handys von Nokia sind: Hierbei wird bei jedem Download eine Lizenz-SMS gesendet. Auch hier hat TarifAgent rückgefragt: Endgeräte von Nokia verwenden ein anderes DRM-Protokoll, was dazu führt, dass die Lizenzgrundlagen mittels SMS gesendet werden. Jeder Titel enthält nämlich derartige Lizenzdeterminanten, bei Geräten anderer Betreiber werden diese aber ausgeblendet. Noch dazu wird beim Eingang einer SMS das Abspielen der Musik unterbrochen – in Summe also keine glückliche Lösung für die Fans finnischer Handys. Wer sich für das unlimitierte Musik-Abo entscheidet, wird sich alsbald auch einen SMS-Spam-Filter wünschen.

In der Lizenz-SMS ist übrigens angeführt, wie oft der Titel noch abgespielt werden kann bzw. wann das Recht erlischt, einen gewissen Track abzuspielen. Bleibt ein Abo über diesen Zeitraum hinaus bestehen, muss der Titel nicht erneut heruntergeladen werden. Läuft das Abo aus, so bleiben zwar die einzelnen Tracks auf dem Handset, abspielen lassen sie sich jedoch nicht mehr. Aus dem Speicher des Gerätes muss man sie dann selbst löschen.

Praktisch finden wir die Möglichkeit, soeben herunterladende Songs auch gleich anzuhören. Diese Funktion wird auch bei A1 angeboten, bei Orange hingegen nicht.

Weitere Services

Bei allen Angeboten von Drei können die Tracks auch auf den PC heruntergeladen werden bzw. mit diesem synchronisiert werden.
Ebenso wie auf den Portalen von Orange und A1 erfährt der Musikliebhaber Updates über neue Releases. Klatsch & Tratsch oder weitere redaktionelle Beiträge werden aber ausgespart.

Bindungsdauer

Die Zusatzpakete können jederzeit unter Einhaltung einer 2-monatigen Kündigungsfrist abbestellt werden. Eine 24-Monats-Bindung tritt nur ein, wenn der Kunde das Zusatzpaket gerätepreisreduzierend wählt, d.h. der Kunde bindet sich und bekommt dafür das Vertragshandy zu einem billigeren Preis.

Der unlimitierte Zugang zu MoreMusic kann bei Drei in Form eines Wochenabos auch variabel gestaltet werden, um den Service zu testen oder sich den Urlaub zu versüßen möchte. Das Wochenabo kann mit wenigen Klicks gekündigt und auch wieder reaktiviert werden.
Bei „Pay per Track“ ist ebenso keine Bindungsdauer vorgesehen.

Preis

Das Wochen-Abo für MoreMusic kostet 2,99 EUR, das Monatspaket beläuft sich auf 12 EUR. Einzeltitel als „Pay per Track“ kommen auf 1,29 bis 1,69 EUR.

Fazit

Das Musikangebot von Drei ist attraktiv und bietet gemeinsam mit A1 das vielfältigste Repertoire. Die Handhabung ist etwas umständlich, da komplette Alben nicht mit einem Knopfdruck heruntergeladen werden können. Nokia-Besitzer werden Opfer von Spam-Attacken aufgrund der Versendung von Lizenz-SMS, dafür kann jedoch Drei nichts.
Toll finden wir auch die Möglichkeit des Wochen-Abos, denn nicht jeder will sich "ewig" binden.

04.11.2009, 12:47

Orange: PlayNow plus

Orange bietet ein Hybridmodell namens PlayNow plus an.

Hierbei handelt es sich um eine Abo-Variante, bei der endlos viel Musik entweder auf das Handy oder den PC heruntergeladen werden kann. Die Tracks sind DRM-geschützt und können auch nur am Endgerät selbst oder am PC abgespielt werden.

Hybridmodell deshalb, weil Orange jedes Jahr 200 Songs - und zwar jene, die vom Abonnenten am häufigsten gehört wurden - DRM-frei stellt. Diese können somit auch auf CD gebrannt oder sonstwo abgespeichert werden. Wahlmöglichkeit gibt es bei den DRM-frei gestellten Titeln keine.

Kein Tageslimit

Wer sich für PlayNow plus entscheidet, hat unlimitierten Zugang auf das gesamte Repertoire und kann so viele Songs herunterladen, wie er will.

Kompatibilität mit Endgeräten

PlayNow plus ist nicht mit allen Endgeräten kompatibel. PlayNow plus ist ein Service des Handy-Herstellers Sony Ericsson, das von Orange exklusiv in Österreich vertrieben wird und aus diesem Grund auch nur auf PlayNow-plus-fähigen Endgeräten von Sony Ericsson genutzt werden kann. Derzeit wird das Musik-Abo von den beiden Modellen W595, W705, W902 und W995 unterstützt. Orange und Sony Ericsson meinen unisono, dass zukünftig jedes neue Walkman-Gerät PlayNow plus unterstützen wird. Vorsehen ist also besser als Nachsehen! Lieber vor dem Kauf noch einmal nachfragen, ob das gewünschte Handy auch tatsächlich bereit für PlayNow plus ist. Das Gerät muss übrigens über Orange erworben werden. Erwirbt man es als entsperrtes Gerät im freien Handel ist eine Softwarekomponente nicht berücksichtigt die das Gerät PlayNow plus fähig macht.

Goodie

Sony Ericsson und Orange bieten als kleines Goodie 1.000 bereits vorinstallierte DRM-freie Tracks um gleich losstarten zu können. Im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um Titel, die man aus dem Radio kennt, also hauptsächlich Mainstream. Das eine oder andere Lied wird schon dabei sein, das einem gefällt, und notfalls können einzelne Songs auch gleich wieder gelöscht werden, um nicht unnötig Speicherplatz zu blockieren. Außerdem hat man ab Erstaktivierung seines PlayNow plus accounts die Möglichkeit den Service zwei Wochen gratis zu testen.

Handhabung

TarifAgent war das erste Medium, das PlayNow plus testen durfte, was wir selbstverständlich auch ausführlich gemacht haben.

Der wirklich schnelle „Fast-Download“

Die Downloadgeschwindigkeiten in UMTS-versorgtem Gebiet haben uns überrascht. Einzelne Songs waren innerhalb von 10 bis 15 Sekunden heruntergeladen, ein ganzes Album innerhalb von wenigen Minuten. Lediglich bei GPRS-Verbindungen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Ladezeiten bei Orange sind überhaupt die geringsten, die die Musikportale der einzelnen Betreiber zu bieten haben, da die Tracks beim „Fast-Download“ auf das Handset nur mit 24 Kbit/s ausgestattet sind. Via Kopfhörer war jedenfalls kein Klangverlust zu vernehmen.

Das PlayNow plus-Portal ist in das Menü des Handys eingebunden. Nach Aktivierung des Services erscheint in Sekundenschnelle die Suchmaske, in die Interpret, Titel oder Name des Albums einzugeben sind. Wie lange der Suchvorgang dauert, ist dabei ziemlich unterschiedlich. Von 4 bis 25 Sekunden ist alles drinnen, im UMTS-Netz wohlgemerkt. War die Suche erfolgreich, listet das Portal eine Ergebnisübersicht.

Lieber nicht alles für bare Münze nehmen!


Als störend empfanden wir, dass beim Durchblättern der Alben auch sämtliche Singles eingeblendet werden. Bei hochaktuellen Sternchen wie beispielsweise Lilly Allen scheinen erstaunliche 46 (!) Alben auf, obwohl Frau Allen gerade einmal zwei Longplayer released hat. Pop-Veteranen wie Duran Duran haben dafür laut PlayNow plus gerade mal 8 Longplayer produziert – tatsächlich sind es allerdings 15!
Auch manche Angaben in der Datenbank sind nicht ganz korrekt. Mit dem Music-Player der Sony Ericsson Geräte lassen sich die Titel ja auch nach Jahr sortieren – hierbei ist wohl das Erscheinungsjahr gemeint. Würde man PlayNow plus Glauben schenken, so wären „Born to be Wild“ von Steppenwolf 1991, „Daddy Cool“ von Boney M 1993 und „Always on my mind“ von Elvis Presley 1996 aufgenommen worden. Dabei war Letzterer zu diesem Zeitpunkt schon fast zwanzig Jahre tot. PlayNow plus speichert nämlich das Jahr, in welchem der Song für einen Wiederverkauf released wurde, und nicht das des erstmaligen Erscheinens.

1.000 Gratis-Songs und ziemlich viel Verwirrung

Die 1.000 vorinstallierten Songs sorgen für ziemliches Chaos in der Musikbibliothek, insbesondere da selber oder kürzlich heruntergeladene Songs optisch nicht hervorgehoben werden. Zudem hat nicht jedermann einen derart breit gefächerten Hitparaden-Geschmack. Besser wäre es gewesen, dem User eine bestimmte Anzahl an DRM-freien Tracks als Willkommensgeschenk aussuchen zu lassen, es müssen ja nicht gleich 1.000 sein.
Zwar bietet der Music-Player die Möglichkeit, nach einzelnen Titeln oder Interpreten zu suchen, aber im Eifer des Gefechtes lädt man gerne mal Dinge runter, da man später nur mehr schwer wieder findet oder ganz vergisst. Eine Funktion, um alle Titel oder Interpreten zu löschen, existiert nicht. Ist das Gerät allerdings via USB mit Laptop oder PC verbunden, können über diesen Weg die zu löschenden Dateien in den Papierkorb gezogen werden.

Soundqualität

Obwohl Orange die technische Umsetzung mit einem wirklich schnellen „Fast-Download“ mit 24 Kbit/s gelöst hat, konnten wir qualitativ keinen Unterschied zu den Angeboten der Mitbewerber feststellen.

Suchfunktion mit Tücken

Sowohl die Suchfunktion in PlayNow plus als auch im Music-Player der Geräte hat so seine Tücken. Eingaben auf der Tastatur werden zeitweise nicht oder nur extrem zeitverzögert erkannt. Da wird der Kunde schon mal auf die Geduldsprobe gestellt, wenn er zum x-ten Mal versucht, einen Interpreten oder einen Titel einzugeben. Allerdings trat diese Problematik nicht laufend auf und hinterließ bei uns ein großes Fragezeichen.
Das Anhören während des Herunterladens ist im Gegensatz zum Musikangebot von A1 oder Drei bei PlayNow plus von Orange nicht möglich. Nach erfolgtem Download muss sich erst das Media-Menü des Handys updaten, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Erst danach scheinen heruntergeladene Tracks auf.

Weitere Services

Bei allen Angeboten von Orange können die Tracks auch auf den PC heruntergeladen werden bzw. mit diesem synchronisiert werden. Orange bietet mit PlayNow plus den umfangreichsten Musikdienst aller Betreiber an. Die Nutzer werden mit Music News und Infos zu den aktuellen Charts versorgt und sogar eine Community wird angeboten.

Bindungsdauer

Die Bindungsdauer beträgt 12 Monate. Beim Abschluss eines Neuvertrages in Verbindung mit einem preisgestützten Endgerät beträgt die Mindestvertragsdauer 24 Monate.

Preis

Das PlayNow plus Paket kostet monatlich 10 EUR. Um 15 EUR pro Monat gibt es das PlayNow plus & Internetpaket mit 1 GB Datenvolumen.

Fazit

In Summe handelt es sich um ein interessantes Hybridprodukt. Insofern es für jemanden kein Problem darstellt, mit PlayNow plus an einen Endgeräte-Hersteller, nämlich Sony Ericsson, gebunden zu sein, stellt dieses Angebot jedenfalls eine gute Alternative dar. Schwächen in der Bedienung werden hoffentlich noch ausgemerzt, um den Service ohne gelegentliche Frustattacken genießen zu können.

04.11.2009, 13:05

T-Mobile: T-Mobile Music

T-Mobile bietet derzeit kein unlimitiertes Paket an, sondern ausschließlich „Pay per Track“.

Neues auf TarifAgent



Jetzt hat ein neues Zeitalter begonnen: Nie wieder nach dem richtigen Tarif suchen müssen...das macht die TarifAgent App von selbst! Zusätzlich bietet die App weitere tolle Features: Freieinheiten-Warner, Roaming-Warner, Anrufer-Logbuch mit Kalenderfunktion...

Jetzt gratis im Android Market! Tell your Friends!




Handy zum Bestpreis finden


BestPreis Kombi

Handyvergleich


Wähle Handys aus die du miteinander vergleichen möchtest!

Werbung

News


03.02.2012 | 08:23
Vertrag steht: Orange geht an Drei, YESSS! an A1
Bei der seit Monaten kolportierten Übernahme von Orange durch Drei konnte nun eine vertragliche Einigung erzielt werden.

01.02.2012 | 09:16
T-Mobile launcht All-In-Tarif für deutsche Community in Österreich
T-Mobile erweitert sein Tarifportfolio um einen Smartphone-Tarif für deutsche Landsleute, die in Österreich leben.

26.01.2012 | 15:42
Drei geht auf Businesskundenfang
Drei setzt mit neuen Unternehmertarifen auf das Segment der Kleinunternehmer. Eine einfache Tarifstruktur sowie Geräte nach Kategorien ermöglichen potentiellen Kunden ein übersichtliches Baukastensystem.

19.01.2012 | 12:53
A1 bringt mit Vectoring-Technologie Kupferkabel auf Zack
Als erster Provider weltweit setzt A1 Vectoring-Technologie ein, um dem altbewährten Kupfernetz auf der sogenannten letzten Meile hin zu den Privathaushalten einen Turbo zu verpassen.

10.01.2012 | 14:26
Smartphone-Neuvorstellungen - Was bringt uns 2012?
Einen ersten Vorgeschmack dessen, was in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller in aller Abgeschiedenheit ausgetüftelt wurde, bietet traditionell die CES in Las Vegas.

04.01.2012 | 11:38
T-Mobile und Drei geben Netzkooperation bekannt
Hutchison 3G Austria und T-Mobile Austria sind eine Kooperation zur gegenseitigen Nutzung bestehender Netzinfrastruktur eingegangen.

30.12.2011 | 11:06
BestPreis Kombi - Wo ist das iPhone 4S am günstigsten?
Wer die Augen offen hält, spart. Ab heute ist für 4 Tage das iPhone 4S bei derA1 um 50 Prozent reduziert.

21.12.2011 | 14:37
Markstart des Nokia Lumia 800 in Österreich
Mit dem Nokia Lumia 800 geht morgen, Donnerstag, der letzte große Rollout im Jahr 2011 über die Bühne.

16.12.2011 | 09:11
Mobiles Internet lässt Maschinen miteinander sprechen
Mobilfunktechnologie bringt nicht nur die Menschheit einander näher, sondern zunehmend auch Maschinen.

07.12.2011 | 15:30
Smartphone beim Diskonter anmelden: Gute Wahl?
Soll man sein Smartphone beim Netzbetreiber inklusive Tarif erstehen oder lieberdoch ein freies Gerät im Handel erwerben und sich dann eine SIM-Karte von einem Diskonter zulegen? TarifAgent hat drei aktuelle Geräte - HTC Desire S, BlackBerry Bold 9900, Apple iPhone 4S - zu einem Vergleich herangezogen.