VAE sperren Datenübertragung bei RIM
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Gefährdung der "nationalen Sicherheit" durch Smartphones?
Smartphones von Research in Motion (RIM) zeichnen sich dadurch aus, dass der E-Mail- und Datenverkehr verschlüsselt über ausländische Server läuft. Dies ist von großem Vorteil für Geschäftskunden, die hochsensible Daten über ihre Blackberrys versenden. Dass dieser Umstand den Machthabern der Vereinigten Arabischen Emirate ein Dorn im Auge ist, scheint unverständlich - und doch ist es so!
Server dürfen nicht im Ausland stehen!
Woran man sich reibt, ist die Tatsache, dass alle Daten von im Ausland stationierten Servern übertragen werden. Damit sei die nationale Sicherheit gefährdet, so die offizielle Stellungnahme der Telekommunikationsbehörde der VAE am Sonntag. Ab 11. Oktober soll daher die Datenübertragung durch Blackberrys gesperrt werden. Mit diesem Schritt wird aber nicht nur das Versenden und Empfangen von E-Mails unmöglich gemacht, sondern die Internetnutzung im Allgemeinen sowie der Blackberry-Messenger-Dienst. Von diesem Verbot sind nicht nur die Einwohner der Emirate betroffen, sondern ebenso Geschäftsreisende wie Touristen.
Geplante Proteste als Ausgangspunkt
Wie das Nachrichtenmagazin heise.de berichtet, gilt als Auslöser eine geplante Protestaktion von Blackberrynutzern gegen erhöhte Benzinpreise. Die Vereinigung "Reporter ohne Grenzen" hat in dieser Angelegenheit herausgefunden, dass zahlreiche Personen festgenommen wurden und seit nunmehr zwei Wochen festgehalten werden.
Blackberry = simples Handy?
Mit dem Sperren der Blackberry-Dienste verkommt das Smartphone zu einem gewöhnlichen Mobiltelefon. RIM warnt seine Kunden mit Vertrag beim Netzbetreiber Etisalat davor, ein Update, das via SMS angeboten wird, herunterzuladen. Hierbei handle es sich nicht um ein Update von RIM, sondern um eine Art Spyware, welche Daten an fremde Server sende.
Verschlüsselung zu sicher für den Geheimdienst
Nicht nur in den VAE wird auf politischer Ebene über RIM diskutiert und ein Verbot der BlackBerry-Dienste angestrebt, auch Saudi Arabien plant, diese zu untersagen. Schon vor zwei Jahren sprachen die Behörden in Indien Drohungen aus. Ein generelles Verbot von Blackberry-Geräten wurde in den Raum gestellt, sollte der Staat keine Kontrolle über den Kommunikationsverkehr erhalten. In Abu Dabi, Dubai und Bahrain sind Blackberry-Dienste schon jetzt nicht mehr verfügbar. Wie es scheint, ist die Verschlüsselungstechnik von RIM sogar für Geheimdienste zu hart zu knacken...
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