Samsung Wave im ersten TarifAgent-Test


23.02.2010, 11:11

Vorige Woche erstmals auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt, hatte TarifAgent am Samsung-Forum 2010 in Wien das Vergnügen, das neue Flaggschiff des koreanischen Herstellers genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Neues bada-Betriebssystem und flotter Prozessor

Mit bada wurde auf dem MWC das neue Betriebssystem von Samsung vorgestellt, das vorerst auf etlichen Premium-Modellen eingesetzt wird, zukünftig aber auf dem Gros der Samsung-Mobiltelefone  laufen soll - so zumindest die Einschätzung eines Samsung-Mitarbeiters auf dem Forum 2010 in Wien.

Was bringt bada?

Was kann bada, was nicht schon der Vorgänger konnte? Zum einen sind nun erstmals auch Push-Dienste bei Modellen mit herstellereigenem Betriebssystem möglich: Mails werden nur dann vom Server auf das Handy gepusht, wenn dort ein Maileingang verzeichnet wurde. Das bedeutet, dass das Handset nicht laufend mit dem Server verbunden sein muss. So wird Datenvolumen gespart und im Ausland können Roaming-Gebühren auf ein Minimum reduziert werden.

Weiters erfuhr die Samsung-typische Touchwiz-Oberfläche ein Update auf die Version 3.0, nun kann das User-Interface nach Belieben angepasst werden. Dies soll zusätzlichen Komfort bei der Navigation durch die einzelnen Screens bringen.

Das Brett zum Wellenreiten – Wave

Der Bedienkomfort war vom ersten Augenblick an angenehm, zügig wischt der Finger von einem Screen zum nächsten. Der leistungsstarke Hummingbird-Prozessor mit 1 GHz tut dem Wave sichtlich gut. An des Prozessors Grenzen kann der User dennoch stoßen: Da das Gerät Multitasking-fähig ist, lassen sich mehrere Anwendungen öffnen und parallel ausführen.

In unserem Test meldete sich das Wave, sobald sich die Kapazitäten dem Plafond näherten. Erst nach dem Beenden einer Anwendung konnte eine neue gestartet werden. Ziemlich praktisch: Mit einem Wisch sind alle aktiven Anwendungen zu sehen. Und die ganze Zeit über arbeitete das Gerät so flüssig, als wäre nur eine Anwendung aktiv. So lässt es sich locker von Welle zu Welle reiten; Frust kommt keiner auf, da das Gerät nie ausgebremst wird. Die Sicherungsfunktion mit der Meldung macht somit Sinn.

Super AMOLED – neue Bildschirmgeneration im Handy-Format

Besonders stolz ist Samsung auf das bei Mobiltelefonen erstmals eingesetzte Super AMOLED Display. Es zeichnet sich durch besondere Brillanz und Schärfe aus. Neu ist zudem, dass die Touch-Sensoren direkt auf dem AMOLED sitzen und die Beschichtung darüber, wie schon beim iPhone, nicht aus Kunststoff, sondern aus Glas besteht. Der Vorteil liegt auf der Hand: Glasdisplays sind schmutzresistenter als ihre kostengünstigeren Verwandten aus Kunststoff.

Der Praxisversuch beweist es: Tatsächlich blieben kaum Fingerabdrücke haften, und die, die es doch auf den Touchscreen „geschafft“ hatten, konnten mit einem Wisch wieder beseitigt werden. Noch ein letztes Wort zum Screen: Sehr gut ließ sich dieser auch bei direktem Sonnenlicht ablesen und mit einer Diagonale von knapp 8,4 cm werden Inhalte sehr gut dargestellt. Auch schön: Multitouch wird ebenso unterstützt! Zusätzlich benötigt die Super-AMOLED Technologie – verglichen zu herkömmlichen TFT-Bildschirmen – bis zu 25 Prozent weniger Strom, was bei den energiefressenden Touchscreenern eine ganze Menge  ist.

Wave als „Social Hub“ und Applikationshafen

Mit bada kehrt auf dem Wave eine neue Dimension der Konnektivität zu Freunden und Bekannten ein: Zu jeder Person, jedem Kontakt werden in einer „History“ die letzten Aktivitäten angezeigt, und zwar über SMS, E-Mails, Telefonate oder Notizen hinausgehend. Vorgemacht hat diese Form einer kanalisierten Darstellung jeglicher Kommunikation mit einer Person bereits HTC mit HTC Sense. Auch Twitter- oder Facebook-Einträge werden angeführt und gemeinsame Termine integriert. Dass Kontakte gleich zu den verschiedensten Terminen eingeladen werden können, versteht sich von selbst!

Und mit dem hauseigenen Online-Store „Samsung Apps“, der heuer in über 50 Ländern verfügbar sein soll, wird das Wave zum iPhone-Konkurrenten. Mehrere tausend Applikationen sollen mittlerweile auf der Plattform zum Download bereitstehen.

Technische Eckdaten zum Wave

Das Gerät verfügt über GPS, eine 5-Megapixel-Kamera mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und LED-Leuchte. Das Gehäuse selbst ist aus Metall gefertigt, die Verarbeitung tadellos. Dank des neuen Betriebssystems verfügt das Gerät nun auch über Flash-Support. Laut Samsung soll das Wave bei A1, T-Mobile, Orange und Drei schon in einigen Wochen verfügbar sein.


 

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KraKra

19. April 2010 - 14:07

Gute Frage!

Hab auch schon die Betreiber-Seiten durchforstet. Derzeit ist noch nichts in Sicht! Bleibt nur zu hoffen, dass es noch kommt...

Hav

15. April 2010 - 15:46

Ab wann verfügbar

"Laut Samsung soll das Wave bei A1, T-Mobile, Orange und Drei schon in einigen Wochen verfügbar sein." Weiss schon jemand ob das Handy überhaupt mit diesen Anbietern unter einem Vertrag zu erwerben sein wird, und wann?

TarifAgent

2. März 2010 - 21:34

Fehler

Jordan, vielen Dank für den Hinweis. Auch unseren Redakteuren können einmal Fehler passieren. Abgeschrieben wurde aber nicht. :)

Jordan

2. März 2010 - 17:34

Falsche Angaben

Das WAVE kann sehr wohl Multitouch, wie man in zahlreichen Demo-Videos auf YT sehen kann. Mal wieder schlecht recherchiert und einfach abgeschrieben.

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