Öko-Mobilfunk: Von Solarenergie bis Maisplastik
Wer als Handy-Nutzer den grünen Gedanken unterstützen möchte, hat mittlerweile sogar eine verhältnismäßig breite Palette zur Auswahl, die von Einsteigergeräten über Touchscreen-Phones bis zu Foto-Handys reicht.
Ein Hersteller, der sich bereits mit einigen Generationen an umweltfreundlichen Mobiltelefonen Lorbeeren verdient hat, ist Samsung. Aktuell befinden sich drei Öko-Handys von Samsung am Markt:
Samsung CrestSolar E1107 – Das Handy für Weltenbummler der anderen Art:
Der kompakte Barren verfügt über ein integriertes Solarpanel. Eine Stunde Sonne lässt sich laut Hersteller in ca. 5 bis 10 Minuten Telefonie ummünzen. Das robuste Handy ersetzt zudem auch eine Taschenlampe und macht sich so zum idealen Begleiter für all diejenigen, die beruflich viel in der freien Natur zu tun haben oder auch in der Freizeit bevorzugt Outdoor unterwegs sind. Damit einen im Zelt nicht plötzlich die Einsamkeit wegrafft, gibt es auch ein UKW-Radio. Zudem sollen die Funktionen SOS-Nachricht und Fake-Anruf bei unangenehmen oder gefährlichen Situation aus der Patsche helfen. Der UVP liegt bei wohlfeilen EUR 110,--.
Samsung SGH E200 Eco – Ein in Maisplastik gehülltes Fliegengewicht
Auch dieses Einsteiger-Handy eignet sich dank der geringen Größe und des geringen Gewichts für alle, die gerne und viel draußen unterwegs sind und aber gleichzeitig wenig Platz für einen riesigen Touchscreener haben bzw. auch gar keinen Bedarf dafür, denn Telefonieren und SMSen sind sein wesentlicher Daseinszweck. Music-Player mit Equalizer, Radio, 1,3-Megapixel-Kamera sowie etliche Spiele gibt’s als Draufgabe. Und der grüne Gedanke setzt sich auch im pfiffigen Design mit ebensolchen Highlights fort. Grüne Mobilität um wenig Geld (EUR 120,--)
Samsung Blue Earth S7550 – Öko kann auch Hightech sein
Das Blue Earth wartet nicht nur mit ökologischen Highlights auf. Auch was es an Technik mitbringt, ist beachtenswert: Der Full-Touchscreener funkt in GSM (Quadband) und UMTS, überträgt Daten mit Bluetooth und USB 2.0 (Massenspeicher) und ist dank WLAN, HSDPA, WAP und Internet-HTML-Browser auch voll für den Einsatz im WWW ausgelegt.
Dieses Kraftpaket ist in Kunststoff aus recycelten PET-Flaschen gehüllt. Und damit das angenehme Sonnenbaden auch noch ein Plus für die Energiebilanz bringt, hat es auch gleich noch Solarzellen drauf gepackt. Der Preis liegt bei EUR 399,--.
Apropos Touchscreen, auch LG hat einen Touchscreener mit Solarzellen-Rucksack im Angebot, das LG DG510 Pop. Wir haben das Solarhandy bereits als Testkandidat genau unter die Lupe genommen.
LG GD510 Pop – Mini-Touchscreener mit Solarzellen-Verstärkung
Das Wesentliche zuerst: Das Pop muss gegen EUR 29,-- erst Öko gemacht werden, denn im Lieferumfang ist das Solarpanel noch nicht enthalten. Dafür zeigt einem das Handy danach, wie viele Bäume durch den Einsatz des Solarpanels schon gerettet werden konnten. So kann auch der urbane Mensch einen Wald sein Eigen nennen! Und was bringt das Pop sonst noch mit? Mit dem Samsung Blue Earth kann es nicht ganz mithalten, dafür fehlen ihm UMTS und HSDPA für schnelles Internet und auch WLAN. Wenig-Surfer bzw. Menschen, die fernab jeder UMTS-Verbindung leben, erhalten jedoch ein solides und umfangreiches Rundumpaket in hübscher Aufmachung. Der Einführungspreis liegt bei EUR 249,--.
Wessen Herz grün schlägt, der wird auch bei Sony Ericsson fündig. GreenHeart heißt nämlich die neue Produktlinie von Handys, die aus Recyclingkunststoff und ohne gefährliche Chemikalien hergestellt werden. Zudem soll mit weniger Verpackung und auch geringerem Stromverbrauch eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Geräten geschaffen werden.
Sony Ericsson C901 – Kamera-Handy für Umweltbewusste
Eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, 16-fach Digitalzoom, Gesichtserkennung, Smile Shutter, Geo-Tagging usw. bietet das C901 dem fotobegeisterten Naturliebhaber. Als ganz besonderes Highlight gibt es noch einen Xenon-Blitz dazu.
Das UMTS-Handy ist insgesamt sehr gut ausgestattet und hat – mit Verlaub – von der Optik her keinen Hauch von Öko. Das Foto-Handy ist ab EUR 359,-- zu haben.
Sony Ericsson Naite - Einsteiger-Handy auf UMTS-Niveau
Etwas weniger reichhaltig ausgestattet als das C901 ist das Naite. Zwar ist es auch ein UMTS-Gerät und verfügt auch über HSDPA, aber es ist nicht WLAN-fähig und birgt auch kein GPS-Modul in sich. Das darf es aber auch. Schließlich ist es ein Gerät der Einsteigerklasse mit einem UVP von EUR 159,--.
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Noch ein kleiner Ausblick in die grüne Zukunft:
In etwa drei Monaten wird das Sony Ericsson Elm (links) erhältlich sein.
Auf das Sony Ericsson Hazel (unten) muss noch ein halbes Jahr gewartet werden.
Und was tut sich öko-mäßig im hohen Norden?
Nokia hat 2007 mit dem 3110 Evolve zwar ein Mobiltelefon mit Hülle aus Bioplastik entwickelt, hat dann aber doch einen anderen Weg eingeschlagen. Der finnische Konzern widmet sich verstärkt der Nachhaltigkeit der gesamten Produktpalette über den kompletten Produktlebenszyklus hinweg.Öko heißt bei Nokia: Energiespar-Ladegeräte, technische Entwicklungen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die Auswahl von Materialen für Geräte und Verpackungen nach ökologischen Gesichtspunkten, usw. Und das, obwohl diese Strategie wohl weniger werbewirksam ist, als das eine oder andere Öko-Handy.
Altgeräte gegen Bares
Wer übrigens mit seinem alten Handy noch Gutes für die Umwelt tun möchte, dem sei die Website www.altehandys.at ans Herz gelegt. Hier findet sich eine Liste aller Fachhändler, die Altgeräte zurücknehmen und dies zudem mit Warengutscheinen oder Barablöse dotieren. Einzige Voraussetzung ist, dass das Gerät in funktionstüchtigem Zustand sein muss.
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